Der Hinflug nach Raleigh war mein erster Flug "ganz" alleine.. Und kommt es zu Zwischenfällen. Da ich nur Handgepäck mitgenommen hatte (um die 15 Dollar Gepackgebühren pro Koffer zu sparen), hätte ich dementsprechend alle Flüssigkeiten in einer durchsichtigen Tüte präsentieren müssen.. das ist mir dann auch in der Schlange vor der Sicherheitskontrolle wieder eingefallen. Ups. Es lag wohl daran, dass ich einen Koffer mit hatte, und normalerweise ist ja dann egal, was drin ist.
Natürlich wurde mein Koffer durchsucht und mein ganzer Kulturbeutel auseinander genommen :-D. Gnädigerweise wurde mir aber alles bis auf mein Deo gelassen. Ok, wieder was gelernt, nächstes Mal machen wir das anders ;-). Allein schon, um die Deokosten zu sparen.
Zur Strafe musste ich dann im Flugzeug zwischen 2 horizontal begünstigten Typen mit starkem Eigengeruch sitzen..
4 Stunden später, nach 2 Flügen (Umstieg in Detroit), war ich dann da. Erster Eindruck von Raleigh (bzw. Durham, Vorort von Raleigh): grün! Wie im Urwald. Und in Wisconsin waren noch nicht mal Blätter an den Bäumen gewesen.
Judiths Haus erinnert(e) mich sehr an unser Ferienhaus auf Bornholm.. SEHR offen und SEHR hellhörig ;-). Also mit abends fernsehen ist nicht ;-). Dafür aber sehr sommerliches Flair. Wie in Bornholm halt. Das Haus stand zum Verkauf (muss echt anstrengend sein, wenn man sein Haus für Wochen piccobello halten muss um es potentiellen Kunden zu zeigen.. jeden morgen den Toaster wegräumen und so ;-)), das neue Haus haben Ju und ich uns am Freitag morgen angeguckt, ganz schön groß! Sah echt nett aus, mit Garten und allem.
Freitag morgen haben wir (also eigentlich nur Judith ;-)) erst nur auf Max (2 J.), später auch auf das Baby Nathan aufgepasst. Morgens gings nach Chapel Hill Downtown, der Vorort von Raleigh, in dem Judith wohnt. Max wurde einige Zeit im Kindermuseum bespaßt,
Abends wurde der hiesigen Cheesecake Factory ein Besuch abgestattet (wo Ju sicher nich noch mal das Frikadellenfleisch bestellt ;-)), dann ins Kino, "Obsessed". Ein richtiger Aupair-Freitag-Abend eben ;-). Der Film hat meine Erwartungen übertroffen (die dank Beyoncé sehr niedrig waren), allerdings hätten die Horrorfilm-Previews nicht sein müssen.. Da konnte man sich erstmal für 10 Minuten die Augen zuhalten! Und ich freute mich schon auf die Harry-Potter-Vorschau.. Pah, nicht mehr um halb 10! Und die besagten Filme waren alle ab 13.. Amis.. Wie wahr doch manche Vorurteile sind.
Am Samstag ging es mit Michaela, einem anderen deutschen Aupair zu "Gugelhupf", ein deutsch angehauchtes Restaurant, deutsches Brot etc. Die Wurstplatte von Michaela sah auch wirklich sehr deutsch aus!
Danach wurde bei Starbucks eine Spielrunde mit Marina (weiteres deutsches Aupair) eingelegt; endlich mal wieder "Phase 10"! Allerdings mit komischen Regeln, in Damme wird das mit Klopfen gespielt! So!
Anschließend ging es, mal was ganz anderes, ins Kino :-D. "The night of the museum 2".. auch wenn mir Stina und Jenny einzureden versuchen, dass das ein total lustiger Film sei.. ähm... nee, eindeutig zu amerikanisch für mich. Über sowas lacht Dave oder die Kinder.. Hätte ich mir besser noch ein drittes Mal "Angels and Demons" ("Illuminati", fantastischer Film!) angucken können.. Aupairleben scheint aber woanders auch nicht anders zu sein.. :-D Starbucks, Kino, Cheesecake.. machen wir ja NIE zu Hause ;-).
Abends waren wir bei der Houseparty eines anderen deutschen Aupairs, deren hostparents übers Wochenende weg waren und ihr eine Party erlaubt hatten.
Hui, ganz schön viele deutsche Aupairs hier. Christina Tepasse wiedergetroffen, mit der ich auf der Orientation war :-). Aber ohne jemandem zu nahe treten zu wollen, ich ziehe doch unseren kleinen, aber feinen deutschen Cluster vor.. Trotz der teilweise enormen Distanzen zwischen uns. Was da so für Tusen rumliefen.. CC lässt grüßen ;-).
Am Sonntag war der eigentliche Plan, dass wir mit Marina und Michaela zum Jordan Lake fahren.. Leider spielte das Wetter nicht mit, zwar immer noch heiß (um die 75), aber am fieseln.. so wurde es ein Chill-Sonntag. Mittags bei Noodle's & Company, danach beim Film "Little Women" ein bischen genappt; abends haben wir nach einem Besuch bei Blockbuster (natürlich teilte keiner meinen romantischen Geschmack ;-P) bei Ricarda "Mamma Mia" geguckt. Sollte man auch nach einem Jahr USA gesehen haben.
Montag morgen gabs ein grandioses deutsches Frühstück mit Brot von Guglhupf, "Gouda" (amerikanischer Gouda, der keineswegs wie unser Gouda schmeckt) und gekochten Eiern. Anschließend sind wir in einen kleinen Park gefahren und haben gelesen.. "Da Vinci Code" hab ich jetzt 3/4 durch (also inzischen ganz, aber whatever).
Und schon gings wieder zurück Richtung Heimat.. Am Flughafen noch schnell mit Magneten und Postkarten ausgestattet.. und auf gehts.
Das ist jetzt 3 Wochen her, damals haben Ju und ich gedacht, wir sehen uns bis Februar 2009 nicht... Und jetzt sehen wir uns schon in 11 Tagen wieder. Sie beendet ihr Jahr vorzeitig, ich wurde mehr oder weniger ebenfalls gezwungen früher zu gehen. Achja, so schnell kanns gehen.


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